Klärschlamm: Entstehung, Entsorgung und was Anlagenbetreiber beachten müssen
Klärschlamm fällt in jeder Kläranlage an - zuverlässig, kontinuierlich und in großen Mengen. Für Dich als Betreiber wirft das eine Reihe von Fragen auf: Wie entsteht Klärschlamm eigentlich? Was schreibt die Klärschlammverordnung vor? Und was kostet am Ende die Entsorgung? In diesem Beitrag bekommst Du einen fundierten Überblick: von der Entstehung über die Rechtslage bis hin zu den Möglichkeiten, das Schlammvolumen und damit die Kosten zu senken.
Was ist Klärschlamm überhaupt?
Klärschlamm ist das Rückstandsprodukt, das bei der Reinigung von Abwasser in einer Kläranlage entsteht. Vereinfacht gesagt: Alles, was aus dem Wasser herausgefiltert und abgebaut wird, sammelt sich als schlammiges Gemisch aus Wasser, organischen Stoffen, Mikroorganismen und mineralischen Bestandteilen. Frischer Klärschlamm besteht dabei zu einem sehr großen Teil aus Wasser- und genau das macht ihn schwer und teuer in der Entsorgung.
Wie entsteht Klärschlamm in der Kläranlage?
Klärschlamm fällt an verschiedenen Stellen des Reinigungsprozesses an. Grob lassen sich zwei Hauptarten unterscheiden:
- Primärschlamm: Er entsteht in der mechanischen Reinigungsstufe, wenn sich absetzbare Feststoffe am Boden der Vorklärbecken sammeln.
- Sekundär- bzw. Überschussschlamm: Er stammt aus der biologischen Reinigungsstufe, in der Mikroorganismen die gelösten Schmutzstoffe abbauen und dabei selbst zu Biomasse werden.
In vielen Anlagen werden diese Schlämme anschließend im Faulturm weiter abgebaut (ausgefault), wodurch das Volumen sinkt und Faulgas entsteht. Damit dieser Prozess reibungslos läuft, müssen Becken und Faultürme regelmäßig von Ablagerungen befreit werden- etwa durch eine fachgerechte Faulturmentleerung.
Klärschlammverordnung: Was Betreiber beachten müssen
Der Umgang mit Klärschlamm ist in Deutschland vor allem durch die Klärschlammverordnung (AbfKlärV). streng geregelt. Sie legt fest, unter welchen Bedingungen Klärschlamm verwertet, aufgebracht oder entsorgt werden darf. Für Dich als Betreiber sind besonders diese Punkte relevant:
- Verwertungswege: Die Verordnung regelt, ob und wie Klärschlamm etwa in der Landwirtschaft ausgebracht werden darf. Die Anforderungen daran sind in den letzten Jahren deutlich strenger geworden.
- Phosphorrückgewinnung: Größere Anlagen sind künftig verpflichtet, Phosphor aus dem Klärschlamm zurückzugewinnen, statt ihn einfach zu entsorgen.
- Nachweis- und Dokumentationspflichten: Herkunft, Qualität und Verbleib des Schlamms müssen dokumentiert werden.
Weil sich die rechtlichen Anforderungen laufend weiterentwickeln, lohnt es sich, hier immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben und die Entsorgung frühzeitig zu planen.
Was kostet die Klärschlammentsorgung?
Eine pauschale Zahl gibt es nicht – die Kosten der Klärschlammentsorgung hängen von mehreren Faktoren ab:
- Wassergehalt des Schlamms: Je mehr Wasser, desto mehr Gewicht und Volumen und desto höher die Transport- und Entsorgungskosten.
- Verwertungsweg: Thermische Verwertung, landwirtschaftliche Nutzung oder Deponierung schlagen unterschiedlich zu Buche.
- Transportentfernung zur Verwertungs- oder Entsorgungsanlage.
- Regionale Kapazitäten und aktuelle Marktpreise.
Der größte Hebel für Dich ist dabei der Wassergehalt: Wer den Schlamm vor dem Abtransport entwässert, reduziert Gewicht, Volumen und spart damit bares Geld.
Klärschlammvolumen reduzieren: So senkst Du Deine Kosten
Da die Entsorgung maßgeblich vom Gewicht abhängt, ist die Entwässerung der wirksamste Kostenhebel. Durch das Entziehen von Wasser lässt sich das Volumen des Klärschlamms erheblich verringern- das bedeutet weniger Transportfahrten und geringere Entsorgungsmengen.
Besonders flexibel ist dabei die mobile Klärschlammentwässerung: Die Entwässerung erfolgt direkt vor Ort an Deiner Anlage, ohne dass Du in eine eigene stationäre Anlage investieren musst. So bleibst Du unabhängig und zahlst nur für die tatsächlich benötigte Leistung. Genau hier unterstützen wir Dich mit modernster Technik im Rahmen unserer professionellen Kläranlagenreinigung.
Fazit: Klärschlamm mit Weitblick managen
Klärschlamm ist ein unvermeidbares Nebenprodukt jeder Abwasserreinigung, aber kein unkalkulierbares. Wer versteht, wie der Schlamm entsteht, welche rechtlichen Vorgaben gelten und wo die Kostentreiber liegen, kann gezielt gegensteuern. Der wichtigste Hebel ist und bleibt die Reduzierung des Volumens durch konsequente Entwässerung.
Du möchtest Deine Klärschlammmengen und -kosten reduzieren? Wir beraten Dich gerne zur mobilen Entwässerung und zur fachgerechten Reinigung Deiner Anlage.


